Die Sankt Bartholomäus Kirche zu RothenstadtSt Bartholomäus

Versteckt hinter einem Wohnhaus ist der Eingang zur Bartholomäuskirche. Die Kirche stammt aus dem frühen 13. Jhd., war vermutlich eine Wehrkirche und hat keine besonderen kunsthistorischen Schätze aufzuweisen. Der barocke Altar und viele Grabsteinplatten in der Kirche zeugen von einer wechselvollen Geschichte. 2003 wurde der Glockenturm saniert und vier neue Glocken, die in Passau von der Glockenfirma Perner gegossen wurden, feierlich aufgezogen.

Rothenstadt hatten schon früh Kontakte zur Reformation. Bereits 1518 lernte Thomas von Fuchs Martin Luther in Augsburg kennen. Spätestens 1542 hatten die Protestanten die neuen Gebräuche eingeführt. In den folgenden Jahrzehnten wechselten Reformation und Gegenreformation sich ständig ab. 1649 wurde der letzte Religionswechsel angeordnet. Die Einwohner waren aber dieses Hin und Her müde und widersetzten sich den Anordnungen zu folgen. So blieben einige Familien und Höfe beharrlich evangelisch oder katholisch.


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Innenansicht der Kirche1663 wurde schließlich das Simultaneum eingeführt. Es gab nur einen Pfarrhof und der wurde von beiden Pfarrern bewohnt, im Untergeschoß lebte der katholische, im Obergeschoß der evangelische Pfarrer. Wie lange diese Wohnverhältnisse andauerten, ist nicht genau nachweisbar. 1760 wurde ein neuen katholischer Pfarrhof gebaut, 1819 der Simultanpfarrhof abgerissen und 1870 folgte der Bau des heutigen evangelischen Pfarrhauses. Das Simultaneum wurde in Rothenstadt 1910 aufgelöst.
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